Der Pariser Kommissar Niémans ermittelt im Fall einer mysteriösen Mordserie an Männern, die einst in einem Kloster lebten und dort für einen gewissen Jesus die zwölf Apostel spielten. Genau jener Jesus wird bei einer Schießerei verletzt und brabbelt dem jungen Polizisten Reda zu, daß die Apokalypse des Johannes vor der Tür steht. Reda und Niémans ermitteln fortan gemeinsam und kommen einer Gruppe von überirdisch agilen Kuttenträgern auf die Spur, die da für die Morde verantwortlich sind. Doch was hat das Ganze mit dem Schatz zu tun, hinter dem die Deutschen schon im Zweiten Weltkrieg her waren?
Ganz auf vordergründige Schaueffekte ist diese Quasi-Fortsetzung hin konzipiert und letztendlich auch umgesetzt worden. Da gibt es schön schaurige Mordtableaus, perfekt gefilmte Verfolgungsjagden im Stile von Hongkong-Action und jede Menge visuellen Schnickschnack. Inhaltlich jedoch erwartet einen im krassen Gegensatz dazu wahrlich nur wenig: erst zwei Drittel lang banalen Kutten-Horror und auflösungstechnisch dann das übliche Krimi-Gebuhle um Alt-Nazis und ihre Verschwörungen (Na, toll!). Geradezu auffällig an „Die purpurnen Flüsse 2“ ist die Überfrachtung mit christlicher Symbolik, die streckenweise ähnlich MTV-artig verabreicht wird wie beispielsweise in „Stigmata“ und die dann auch fast genauso abnervt. Fazit: Unter italienischen Co-Produzenten ist Teil 2 weitaus genregerechter geworden, hat aber auch wieder mehr Optik statt Tiefgang zu bieten. Auf DVD letterboxed (2,35:1). Mit Jean Reno, Benoir Magimel, Camille Natta, Christopher Lee u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin