Der Cyberspace-Forscherin Rosetta ist es gelungen, drei Klone von sich selbst zuschaffen. Diese wiederum benötigen männlichen Samen, um leben zu können. Prompt macht sich Klon Ruby auf den Weg, um einen zünftigen Samenraub durchzuziehen. Die betroffenen Männer leiden aber kurz nach dem Schäferstündchen mit Ruby an einem merkwürdigen Hautausschlag, der wiederum das FBI auf den Plan ruft, denn dort glaubt man an einen Bio-Waffen-Angriff...
Bereits die ersten Bilder entlarven „Teknolust“ als einen Film, bei dem es trotz der kruden Story weniger um genregerechte Unterhaltung geht als um das Ausloten von Möglichkeiten der Videokunst in Erzählform. Sorgsam darpierte Tableaus, extrem bunte Interieurs und Kostüme sowie sparsam gesetzte Dialoge definieren eine Inszenierung, die von einigen witzigen Einfällen abgesehen kaum in der Lage ist, auf dem Mainstream-Markt zu bestehen. Art-House-Kino hieß so etwas früher einmal. So ist es auch kein Wunder, daß Lynn Hershman-Leeson eher durch ihre Professur im Fach „Electronic Art“ bekannt ist als durch ihr Oeuvre als Regisseurin. Mut ist all jenen Verantwortlichen bei ARTE und dem ZDF zu bescheinigen, die entschieden haben, so etwas Quergebürstetes mit zu produzieren. Für Horror- oder Science-Fiction-Fans ist „Teknolust“ allerdings kaum geeignet. Auf DVD 16:9. Mit Tilda Swinton, Jeremy Davis, James Urbaniak, Karen Black u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin