Dunwich, USA. Ein Pfarrer, der sich dem Okkulten verschrieben hat, erhängt sich auf dem Ortsfriedhof. Dieser Frevel ist nätürlich Öl auf das Feuer der Mächte des Bösen. Unheil braut sich daraufhin über der Stadt zusammen, und die Toten kehren aus ihren Gräbern zurück. Eine magisch begabte junge Frau in New York erfährt dies auf telepathischem Wege, reist mit ihrem Freund nach Dunwich und kämpft gegen die Zombies.
Wer den schundigen Titel der deutsche Fassung kritisiert, der hat Unrecht: Die Überschrift gibt dem Zuschauer wenigstens einen Anhaltspunkt, woran er sich inhaltlich zu orientieren hat, denn die Handlung ist etwas verworren. Der hierzulande verbotene Film ist zum berühmt-berüchtigten Vorbild des Typs „schundiger und brutaler Horrorfilm“ geworden, was den Titel im nachhinein ein zweites Mal rechtfertigt. Die Effekte sind hart und in ihrer Direktheit kaum zu überbieten. Unzweifelhaft haben sie die Aufgabe, von der laienhaften Darstellungsweise der Protagonisten und der Unklarheit des Plots abzulenken. Durch eine ZDF-Dokumentation über den Horrorfilm zusätzlich aufgewertet, gilt „Ein Zombie hing am Glockenseil“ als „Kultklassiker“ unter den Gore-Hounds. Der echte Fan sieht hier allerdings mehr lachhaften Klamauk, der nur noch durch andere Italo-Schocker überboten wird. Auch die erheblich gekürzte Video-Neuauflage unter dem Titel „Ein Toter hing am Glockenseil“ (76 Minuten Laufzeit) ereilte das Schiksal der Beschlagnahme. Nur der dritte Anlauf („Eine Leiche hing am Glockenseil“, knapp 75 Minuten Laufzeit) kam bisher ans Ziel. Auf Video letterboxed (1,63:1). Mit Christopher George, Catriona McCall, Janet Agren, Carlo de Majo u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin