Review

Eine Hand, auf der Ameisen rumkrabbeln…, ein Auge, das mit einem Rasiermesser zerschnitten wird… und ein höllisch nerviger Klarinetten-Düdel-Soundtrack – das und nicht mehr ist im Groben und Ganzen DER ANDALUSISCH HUND – ein Kurzfilm so realitätsfern, surreal und wahnsinnig, dass nur Karl Moik höchstpersönlich ihn gedreht haben kann.

Ach nein, das Filmchen ist ja von Dali, gell… ne, auch nicht korrekt. Der spanische Zwirbelbart hat nur auf irgendeine verquere Weise hier ein paar psychotische Gedankentropfen mit einfließen lassen…
Pfft, egal! Ich für meinen Teil hab mir mit dem Teil hier jedenfalls ein schön durchgeknalltes Stück Filmhistorie erhofft (man spricht ja schließlich selbst heute noch von dem Film…), hätte Lynch-ähnlichen Hirnkasper und Cronenberg’sche „Pfui Deibel“-Effekte erwartet…,
…und was war’s im Endeffekt? Eine Hand voller Ameisen, ein zerschnibbeltes Rinderauge und ein immergleicher Düdel-Soundtrack!

Hmmm… Ich schon leicht enttäuscht, musste mir selber aber noch mal vor Augen führen, dass es sich mit diesem „ausländischen Hund“ ja um ein schon ziemlich betagtes Stück Celluloid handelt. Für damalige Verhältnisse war er wahrscheinlich wirklich sehr… (keine Ahnung was… Bitte positives Adjektiv für einen steinalten Film einfügen, der mit den Jahren an Wirkung verloren hat!)…
…aus heutiger Sicht wirkt aber einiges fast schon lächerlich und die Überdosis Surrealismus (sprich: Keine Handlung, kein roter Faden, null Logik, null Sinn... nur ein paar seltsame, weder zeitlich, noch lokal zusammenpassende Szenarien) spricht einen entweder an, oder trifft einen, wie mich, wie ein Brett vorm Kopf.

Ich für meinen Teil konnte mit diesem Filmchen… aber halt: „Film“ darf man zu dem Köter hier eigentlich gar nicht sagen! Es handelt sich vielmehr um ein abstraktes Kunstwerk, das man auf Celluloid gebannt hat.
…mit dieser Abstruität also nur relativ wenig anfangen. Die oben aufgeführten Szenen bleiben aber auf ewig im Gedächtnis haften und die Szene mit dem Auge ist einfach Kult.
Insgesamt ist DER ANDALUSISCHE HUND aber ungefähr so sinnvoll, verständlich, unterhaltsam und eingängig wie folgender Absatz:


#fä#efjkwefhi+LUVSUX+ guzzmuzzzzas + dvddead bvba3m /m, x©.-;:ÄÖ#lpü#. **00100010100101 0101010** FUCK FUCK FUCK FUUUUUCK!!!!!! qw3r io jjiö schni#schna#schnappi_///…()$§“OUIESA) = L: ?§$)=QJ´ gvrnsd fuersuix´ß56l4°^ AaAa= Bääbää!!! c===3 oXmoXm°°°bxX MmmmmBob³³³³³.,.,.,.,.,., GhOOShIROXX!!!


Versnobtes Kunstkino eben: Kaum zu bewerten, nicht zu verstehen, kaum zu genießen… Aber gesehen haben sollte man ihn irgendwie schon mal!

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