„Bleiben Sie auf der Hauptstraße!“ Natürlich hört niemand von den Henleys auf den gut gemeinten Rat des Alten an der Tankstelle und so macht sich die fünfköpfige Familie auf den Weg quer durch die Wüste zur Geisterstadt Weaver, die seit den Atombombenversuchen in den 1940er Jahren verlassen ist, aber immer noch so aussieht als wenn es erst gestern war. Als das Auto streikt, müssen die Henleys in Weaver übernachten. Am nächsten Morgen ist das Auto weg und auch ein Kind. „Irgendetwas“ lebt da noch in Weaver...
Meist sind jene Filme, die mit Erklärungen geizen, genau die, die am besten Wirkung erzielen. Und „Disappearance – Spurlos verschwunden“ gehört ohne Zweifel zumindest auf inhaltlicher Ebene in diese Kategorie. Ohne Blutvergießen sorgt diese TV-Produktion für ein gehöriges Gänsehautgefühl und das bei einer Story, die nicht unbedingt als neu zu bezeichnen ist (vgl. „Phantoms“). Auf der Negativseite ist allerdings zu verbuchen, daß die Inszenierung doch arg nach Fernsehen aussieht und das merkwürdig offene Ende viel von dem zerstört, was 80 Minuten lang vorher mühsam aufgebaut wurde. Mit Harry Hamlin, Susan Dey, Jeremy Lelliott, Basia A’Hern u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin