Jackson Baring ist ein junger, gutaussehender Wall-Street-Emporkömmling, der mit seiner Dauerverlobten Helen zurück aufs Familiengestüt nach Kentucky zieht. Als Helen schwanger wird und man heiratet, scheint die Familienidylle perfekt, zumal Jacksons Mutter Martha sich rührend um ihre Schwiegertochter kümmert. Doch dann bemerkt Helen, wie sich Martha immer mehr in Ehe und Schwangerschaft einmischt und sie sich wie im goldenen Käfig vorkommt. Ein Klima latenter Bedrohung baut sich auf und schon bald glaubt Helen, dass Martha hinter dem ungeborenen Kind her ist...
Ein Psychothriller ganz ohne Mord und blitzende Messer – wie geht das denn? "Eisige Stille" ist eine abgeschwächte, milde Variante von "Die Hand an der Wiege", der hart an der Grenze zur menschlichen Tragödie steht und somit für Fans des Genres schon eher uninteressant wird. Trotz des ins rechte Licht gerückten Lokalkolorits (gedreht wurde im Herzland von Virginia in Richmond) kann "Eisige Stille" nicht jenes Gefühl der äußerlichen Bedrohung vermitteln wie Lamont Johnsons inhaltlich ähnlich gearteter "Ausgeliefert", der in diesem Punkt wenigstens einen Blizzard aufspielen ließ. Schade ist es eigentlich nur um die sehenswerten Auftritte der weiblichen Darstellerriege. Mit Gwyneth Paltrow, Johnathon Schaech, Jessica Lange, Nina Foch u.a.
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