England um 1880. Der Wissenschaftler Sir Hugo Cunningham macht mittels fotografischer Experimente die Entdeckung, daß im Augenblick des Todes eine geisterhafte Erscheinung den Körper des Verstorbenen verläßt. Durch eine Apparatur fängt er diesen nach einer griechischen Legende benannten „Asphyx“ ein. Mit Hilfe dieser Gestalt versucht Cunningham, für sich und seine Familie Unsterblichkeit zu erreichen, und beginnt, mit Menschen zu experimentieren…
Ohne Frage gehört Peter Newbrocks „Experiments“ zu einem der ungewöhnlichsten Genrefilme der 70er Jahre, denn sowohl der Inhalt ist mehr als nur die übliche Gruselkost als auch die Form des Ganzen. Newbrocks Inszenierung weist nämlich eine über das übliche Maß hinausgehende atmosphärisch dichte, in fotografischer (Todd-AO 35) Hinsicht exzellente Kameraarbeit auf, mit der die stimmungsvollen, detailgetreuen Sets ins rechte Licht gerückt wurden. Obwohl die Geschichte um den in seinem Forschungsdrang übereifrigen, die fatalen Folgen seiner Arbeit negierenden Sir Hugo Cunningham manchmal etwas mager ist, so kann „Experiments“ doch spannend und vor allem sehr packend unterhalten. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, daß die unverbrauchten Schauspieler die Tragik der Geschichte gut zur Geltung bringen konnten. Der überraschende, in seiner Konsequenz ziemlich böse Schluß läßt „Experiments“ zu einem intellektuellen Horrorvergnügen werden, daß mehr als nur wohliges, altmodisches Gruseln an einem regnerischen Fernsehnachmittag bietet. Andere Videotitel: „Challenge“ und „Experimente des Verderbens“. Auf Video letterboxed (2,05:1). Mit Robert Stephens, Robert Powell, Jane Lapotaire, Fiona Walker u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin