Schottland, 1895. Der Clan um Sawney Bane, dem man über 1000(!) rituelle, kannibalische Morde nachsagt, wird von der britischen Armee bis auf den letzten Mann ausradiert – mit Ausnahme der 6jährigen Katy, die von Richter McKay gerettet und nach Kanada gebracht wird. 15 Jahre später geschieht in dem Nest, in dem Katy Bane jetzt lebt, eine grausige Mordserie, bei der den Opfern das Herz herausgeschnitten wird. Als die Bevölkerung von Katys Familienschiksal erfährt, ist sie ganz oben auf der Liste der Verdächtigen...
"Verhaßtes Blut" ist eine merkwürdige Mixtur aus Historiendrama und Horrorfilm, denn die gute Katy wird zu allem Überfluß auch noch von Alpträumen gepeinigt, die sie zu der Stonehenge-ähnlichen Opferstätte Sawney Banes führen. Doch irgendwie will das Ganze nicht so richtig funktionieren, denn Charles Wilkinson ("Escape 2001") erzählt seine Geschichte ziemlich umständlich und zerfahren. Auch wird aus der winterlich-kargen Landschaft um Drehort Alberta kein richtiges Kapital in punkto Atmosphäre geschlagen. Erst im knappen Schlußdrittel will etwas Spannung aufkommen, zumal man als Zuschauer einige geschickte Plot-Twists vorgeworfen bekommt. Ach übrigens: Mehreren Quellen zufolge soll es diesen Bane-Clan und die vermutete Anzahl von Morden wirklich gegeben haben und auch die in "Verhaßtes Blut" vorgetragene Geschichte um Katy Bane soll der Wahrheit entsprechen. Heaven knows. O. g. Laufzeit ist ohne Endcredits. Mit Michelle Little, Gordon Pinsett, Robert Wisden u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin