Franks Bewertung

starstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der junge Jacobo mußte vor vielen, vielen Jahren mit ansehen, wie die eifersüchtige Mutter seinen Vater, den berühmten Bildhauer Mateo, erschossen hat. Heute kehrt er in die spanische Heimat zurück, weil seine Mutter, die seit der Tat in einer Nervenheilanstalt vor sich hin „dämmert“, im Sterben liegt. Ermuntert von seiner Jugendfreundin Maria nimmt Jacobo, der selbst auch einen Tick weg hat, die Arbeit seines Vaters wieder auf und muß dabei feststellen, daß ihm der Geist des Vaters die Hände führt. Als Mateos Ex-Geliebte, eine Museumsdirektorin, Jacobos Arbeit lächerlich macht, wird Jacobo zum Mörder…

Unspektakulär und recht leise – so präsentiert sich diese Co-Produktion, die in ihren besten Momenten an den ähnlich gelagerten „Ab in die Hölle“ von Claudio Guerin Hill erinnert, ohne jedoch dessen überbordende Horror-Momente zu kopieren. Die Atmosphäre von „Wenn die Glocke 13 schlägt“ (der deutsche Titel bezieht sich auf den Umstand, daß der junge Jacobo beim Tod des Vaters einen dreizehnten Glockenschlag gehört hat) ist durchweg europäisch-düster und selbst das aufgesetzt wirkende Happy End ist mit einer bitteren Note durchsetzt. So ist dann auch insgesamt betrachtet Xavier F. Villaverde ein kleiner, unheimlicher Thriller gelungen, der das Geister-Thema ebenso ernsthaft betrachtet wie den Krimi-Stoff. Die letzten 30 Minuten sind gutes Nerven-Futter und im Gegensatz zum Rest des Filmes packend inszeniert. A16:9. Mit Juan Diego Botto, Luis Tosar, Marta Etura, Elvira Minguez u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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