Die Yormans, eine streßgeplagte Großstadtfamilie, ziehen an den ruhigen Tomahawk-See, wo das Leben noch eine echte Idylle ist. Doch die Ruhe wird jäh gestört, als Chuck Yorman beim Baden einen abgetrennten Arm findet. Der örtliche Sheriff versucht, den Fall herunterzuspielen. Doch vom Nachbarjungen erfährt man, daß es seit über zehn Jahren einige unaufgeklärte Morde gegeben hat. Da schlägt der unheimliche Mörder wieder zu…
Dieser TV-Film, der sich wie ein ganz großer Horrorfilm gibt, ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit einer Fersehdramaturgie und dem damit verbundenen aufgezwängten Timing vieles kaputtmachen kann. Trotz einer sorgfältig aufgebauten Atmosphäre kommt keine rechte Spannung auf, denn die Handlung spitzt sich immer zu vorhersehbar zu, so daß man schnell anhand der Uhr mitbekommt, wann wieder etwas geschieht: nämlich alle zwanzig Minuten (Dies ist der Zeitpunkt des Commercialeinschubs!). Da „Das Grab am See“ auch nicht gerade von umwerfenden Darstellern getragen wird (einzige Ausnahme: Barry Corbin als irrer Nachbar), verflacht das Interesse an dem Film ziemlich schnell. Das Motiv mit den im Keller befindlichen Leichen ist zwar ganz nett, kommt aber erstens viel zu spät und wirkt zudem nur aufgesetzt. Mit Valerie Harper, Gerald McRaney, Barry Corbin, Tammy Lauren u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin