England um 1925. Der junge Psychologe David Ash hat es sich zur Aufgabe gemacht, übersinnliche Phänomene als Hokuspokus zu entlarven. Eines Tages erhält er eine Einladung nach Edbrook Hall, einem Landsitz, auf dem es spuken soll. Haushälterin Tess sieht nämlich seit dem gewaltsamen Tod der Hausherrin Geister. Die Geschwister Robert, Simon und Christina, die in einer inzestuösen Ménage-à-trois leben, nehmen David gleich nach seiner Ankunft in Beschlag, so daß dieser erst zu spät merkt, was eigentlich auf Edbrook Hall gespielt wird…
Ex-James-Bond-Regisseur Lewis Gilbert schnappte sich eine literarische Vorlage von James Herbert, schuf daraus ein eigens verfaßtes Drehbuch und wollte so in die Fußstapfen berühmter Geisterfilme wie „Schloß des Schreckens“ oder „Bis das Blut gefriert“ treten. Doch sein „Haunted– Haus der Geister“ kann nur in Details überzeugen, denn dafür ist der hier entfachte Schrecken einfach zu zaghaft und zurückhaltend, um weit über den überraschungslosen Schluß hinaus zu wirken. Lediglich bei zwei Szenen mit einer Feuersbrunst drückt Gilbert aufs inzenatorische Tempo und beeindruckt mit einer ausgeklügelten Geräuschkulisse. Mit Aidan Quinn, Kate Beckinsale, Anthony Andrews, John Gielgud u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin