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Herbert West und sein Freund und Kupferstecher Dan Cain sind noch immer auf der Suche nach dem Serumsieg über den Tod und basteln mit Menschenteilen herum, doch ein Polizist und der Kopf von Dr. Hill haben etwas gegen die beiden und so kommt es zu Problemen.

Fünf Jahre nach "Re-Animator" wurde die Reihe fortgesetzt, diesmal unter der Regie von Brian Yuzna nachdem der erste Teil von Stuart Gordon regiert wurde. Diese Fortsetzung schlägt in die selbe Kerbe wie der Vorgänger und so sind wieder Humor und Splatter vertreten.
Die Geschichte spielt acht Monate nach dem ersten Teil und noch immer sind Herbert West und Dan Cain kräftig am Experimentieren, wobei man sich diesmal nicht auf das bloße Wiederbeleben von Toten beschränkt, sondern neue Lebensformen schafft und Dan ist daran interessiert, seine verstorbene Freundin Megan (siehe Teil 1) wiederzubekommen und so wird, wie schon in Frankensteins Braut, eine Frau aus Körperteilen verschieden(st)er Leute zusammengebastelt, in die das Herz besagter Person eingesetzt wird. Dass das nicht gut gehen kann, dürfte klar sein, aber ich will nicht zu viel verraten.
Neben dem bekannten Duo ist auch wieder Dr. Hill mit von der Partie, denn sein Kopf ist immer noch am Leben und dieser trachtet nach wie vor den beiden Forschern nach selbigem und so rüstet er erneut eine kleine Zombiearmee zum Kampf auf.
Neue Figuren gibt es auch, aber ich muss sagen, dass diese recht oberflächlich ausgefallen sind und so ein wenig fremdkörperig neben den vertrauten Gesichtern wirken. So gibt es eine neue Liebe im Leben von Dan, zusätzlich eine Patientin, der er sehr zugetan ist und die dann den Kopf der "Bride of Re-Animator" bildet und einen Polizisten, dessen Frau damals zu einem Zombie wurde und der nun auf Rache an den Verantwortlichen sinnt.
Bei der Handlung schleichen sich dann vor allem bei den Ermittlungen des Polizisten oder den Szenen, die man so ähnlich schon in "Re-Animator" gesehen hat, leichte Längen ein, doch wird man mit einigen netten Ideen entschädigt, die ein Eintreten von starker Langeweile verhindern. Hierzu gehören unter anderem die Körperzusammenstellungen, wie das Wesen, das aus ein paar Fingern und einem Auge zusammengeschustert wurde und durch die Szenerie wuselt, das Arm-Bein-Konstrukt, das West tritt und würgt oder der mit Fledermausflügeln ausgestattete Kopf von Dr. Hill.
In Sachen Effekte werden wieder ein paar feine Handarbeiten kredenzt. So gibt es einige Blutigkeiten zu bewundern, wobei man etwas hinter dem Splattergehalt des Vorgängerfilm zurückbleibt und vor allem im Finale hätte man etwas mehr davon erwarten dürfen, doch für einen vergnüglichen Filmgenuss reichts allemal.

Insgesamt ist "Bride of Re-Animator" eine vergnügliche Fortsetzung des ersten Teils, die diesem hinsichtlich Funsplatterfaktor fast ebenbürtig ist, jedoch mit minimalen Längen daherkommt. Sehenswert ist er aber zweifelsohne.

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