Donny Kohler, ein introvertierter junger Schmelzofenarbeiter, leidet immer noch unter einem schrecklichen Kindheitserlebnis. Beim Tod seiner geliebten Mutter wird die bis dahin latente Psychose auf gräßliche Weise lebendig: Donny dehydriert Moms Leiche in seinem im Keller des Hauses gelegenen Krematorium, staffiert sie aus, als wenn sie noch leben würde, und geht danach auf „Frauenjagd“, damit seine Mutter nicht so allein im Haus ist.
Der aus einer einfältigen Inszenierung mit einer losen Aneinanderreihung von teiweise sehr harten Szenen bestehende „Das Haus der lebenden Leichen“ ist weder inhaltlich noch tricktechnisch erträglich. Lediglich einige bruchstückhafte Fragmente der Geschichte, verbunden mit der leicht perversen Atmosphäre des Films, erinnern an andere ähnliche Streifen, wie z.B. „The Driller Killer“, die jedoch ungleich besser und inspirierter sind. Das Ende, bei dem Donny von den verkohlten Leichen seiner Opfer in den Tod getrieben wird, ist von Joseph Ellison ganz unverschämt aus „Maniac“ geklaut worden. Fazit: „Das Haus der lebenden Leichen“ ist ein echter Sickie. Umso erstaunlicher ist es, daß der Streifen von einer Frau produziert wurde. Mit Dan Grimaldi, Robert Osht, Ruth Dardick, Bill Ricci u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin