Die ältliche Maura lebt mit der blinden Mrs. Prince abgeschieden in einem englischen Dorf. Eines Tages klopft der junge Billy an die Tür, um sich als Hausarbeiter und Gärtner zu bewerben. Er bekommt den Job und erhält Unterkunft im Haus. Billy ist jedoch ein gefährlicher Frauenmörder, der seine Opfer vergewaltigt und dann auf Straßenbaustellen vergräbt. Maura hat sich inzwischen in Billy verliebt und beschützt ihn vor der Polizei.
„Das Haus der Schatten“ ist ein gediehener britischer Psychothriller, der vor allem durch das glaubhafte Spiel der Besetzung und das interessante Drehbuch von Roald Dahl lebt. Darüberhinaus überzeugt der Film auch durch seine einfühlsame Fotografie, die fast die gesamte Laufzeit über in morbiden Farben schwelgt. Die Szenerie des halbverfallenden Landhauses und die schwermütige Musik Bernard Herrmanns unterstützen dies noch. Die Morde, die im sexuellen Rausch begangen werden, sind nur angedeutet, und so hebt sich der Film wohltuend von jedweder Spekulation ab. Das Ende der Geschichte ist merkwürdig, rundet aber den Film richtig ab. Mit Patricia Neal, Pamela Brown, Nicolas Clay u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin