Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Zwischen 1977 und 1979 treibt in Los Angeles ein Frauenmörder sein Unwesen, den man wegen der grotesken Zurschaustellung der Leichen in den Vorgärten einiger Häuser auf den Hügeln der Stadt den „Hillside Strangler“ nennt. Hinter den Taten des Würgers stecken Kenneth Bianchi und Angelo Buono, die ihre sexuellen Fantasien mit den zumeist aus dem Rotlichtmilieu stammenden Opfern ausleben. Dies ist die Geschichte der beiden Psychopathen.

True-Crime-Pictures haben in den USA von jeher Hochkonjunktur gehabt und so reiht sich auch Chuck Parellos nüchtern erzählter „Der Würger von Hillside“ an dieser Perlenkette auf, ohne dabei besonderen Glanz zu versprühen. Ob das allerdings nur an der arg geschundenen DF (3 Minuten cut!) liegt, mag jetzt mal so in den Raum gestellt zu werden, denn immerhin fehlen hier zwei in der OF breit ausgewalzte Morde vollständig und komplett (für Uneingeweihte auch noch nicht einmal erahnbar). Glänzen darf allerdings C. Thomas Howell in der Rolle des Möchtegern-Polizisten und hochstapelnder-Ehemann-wird-Killer Bianchi, der hier wahrscheinlich das einzige Mal in seiner durchwachsenen Karriere wirklich schauspielert. Ironische Brechungen sucht man in Chuck Parellos Inszenierung vergeblich, dafür wird aber die kranke Gefühlskälte der sexuell aufgeheizten Mörder ziemlich plastisch und somit schwer erträglich dargestellt. Das macht schlussendlich „Der Würger von Hillside“ zu seiner sehenswerten Zwei-Mann-Show. Auf DVD 16:9. Des weiteren mit Nicholas Turturro, Allison Lange, Lin Shaye u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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