Franks Bewertung

starstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Megan Fergus ist ein junges Mädchen, das aufgrund ihres Talents als Klavierspielerin von ihrer herrischen Mutter kurz gehalten und regelrecht von der Außenwelt abgeschirmt wird. Psychisch wird Megan von ihrer Mutter auch durch ein Märchen, bei dem einer „untreuen“ Tochter Augen und Mund zugenäht wird, unter Druck gesetzt. Durch die Bekanntschaft zu einem geheimnisvollen jungen Mann, der sich später als mörderischer Psychopath entpuppe soll, erwacht Megans Sexualität und damit beginnen die Spannungen zwischen Mutter und Tochter, die so weit gehen, daß Megan glaubt, ein ähnliches Schicksal zu erfahren wie die Tochter im besagten Märchen...

Mit vielen ruhigen Bildern und Momenten erzählt „Sonata“ die Geschichte um erwachende Sexualität und Trennungsängste und schnell muß man bei so einem Thema an „Carrie“ und Konsorten denken. Doch halt, der Horror kommt hier auf subtile Art und Weise und im Gegensatz zu Brian de Palmas Kassenschlager findet man kein Finale voller Pyrotechnik und Blut vor. Viel eher wandelt Boris Undorf stilistisch auf den Spuren von Hitchcock oder gar Franju, zu dem es sogar eine direkte Bezugsszene gibt, in der Megan mit einer Maske auf dem Gesicht durchs Haus wandelt. Der geneigte Horrorfan wird sich „Sonata“ somit nicht ganz verschließen wollen, doch für ein Mainstream-orientiertes Publikum gibt es in dieser an „das kleine Fernsehspiel“ erinnernden Inszenierung zu wenig Schauwerte, um wirklich bei der Stange zu bleiben. It’s a strange world. Auf DVD 16:9. Mit Nicole DuPort, Annie Scott Rogers, Gabriel Diamond, Tomothy Halpin u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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