Franks Bewertung

starstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Irgendwann, irgendwie, irgendwo. Der stolze Ritter Beowulf reitet in die Burg Sigriz ein, um sich dort für den Schloßherrn Rodger mit dem Ungeheuer Grendel, eine diffuse CGI-Gestalt halb Mensch und halb ??? (Ich weiß es wirklich nicht!), anzulegen. Zwischen den Kämpfen hat Beowulf Zeit, mit Kira, der Tochter des Hauses, anzubändeln. Zum Schluß hat Beowulf Grendel erlegt und Kira geschwängert, toll was?

Ob der inhaltlich einfach gestrickte "Beowulf" nun - wie laut Presseheft - im Dänemark des 6. Jahrhunderts oder aber in einer kaum verifizierbaren Zukunft à la "Mad Max" spielt, ist völlig egal, denn diese Möchtegern-Bombast-Produktion steckt so voller merkwürdiger Anachronismen, dass man eh nicht mehr von Filmgenuß sprechen kann (z. B. Strapse im Mittelalter, Fahrstühle an Burgmauern oder Techno-Pop zu Ritterscharen). So ist es dann auch nur logisch, dass das Grendel-Monster viel eher dem "Predator" gleicht als jener Mischung aus Mensch und Wolf, die mich noch beim ersten Kontakt mit der frühgermanischen Legende im Englisch-Buch der 6. Klasse schaudern ließ. Mittendrin in dem Tohuwabohu steckt der "Highlander" Christopher Lambert, der diesmal noch blonder ist und noch silbriger guckt. Weggucken sollte auf jeden Fall jeder Fan des Genres, der einst "Conan" und "Red Sonja" zugejubelt hat. "Ein übermächtiges Filmerlebnis" (Zitat Fantasy Filmfest 1999) stellt sich hier meines Erachtens nicht ein! Auf DVD 16:9. Des weiteren mit Rhona Mitra, Götz Otto, Vincent Hammond u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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