Die junge Ausreißerin Cheryl Stratton zieht in das Hotel ihrer Tante Martha ein. Dort wohnen u.a. ein schwuler Priester und der voyeuristisch veranlagte Fotograf George. Cheryl, in Liebesdingen noch unerfahren, läßt sich von den merkwürdigen Neigungen Georges verleiten und sucht deswegen seine Nähe. Doch George umgibt ein schreckliches Geheimnis, denn immer wieder verschwinden Menschen in dem Hotel auf mysteriöse Weise…
Paul Bartels erster Ausflug in das Exploitation- und Horrorgenre ist eine ziemlich bizarre Geschichte um Homosexualität, Voyeurismus und Perversionen, die manchem prüden US-Zuschauer anno 1972 die Schamröte ins Gesicht getrieben haben mag. Da „Endstation Horror“ in der Wahl der Mittel zurückhaltend inszeniert wurde, bleibt aber vieles unausgesprochen bzw. lediglich angedeutet. So kommt z.B. nicht ganz klar zum Ausdruck, daß George eigentlich die Tochter von Tante Martha ist und als Junge erzogen wurde. Dadurch bleiben die vordergründigen Schlüsselszenen (Georges Liebesspiel mit einer Gummipuppe, wobei das in die Vagina der Puppe eingespritze Blut eine Ersatz-Ejakulation darstellen soll) ohne tiefergehende Bedeutung und sind in dem in der deutschen Fassung nicht näher erklärten Zusammenhang dann natürlich schwer verständlich. Das Original ist eine nicht uninteressante Hommage an „Psycho“ und „Augen der Angst“, die zudem mit einigem Eigenwitz für Unterhaltung sorgt. Das nihilistische Ende ist für damalige Zeiten noch sehr ungewohnt. Mit Ayn Ruymen, Lucille Benson, John Ventantonio, Laurie Main u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin