Max Cady ist ein entlassener Häftling, der wegen eines Sexualdelikts eingesessen hat. Nun will er sich an dem Mann rächen, der ihn durch seine Zeugenaussage ins Gefängnis gebracht hat: an Anwalt Sam Bowden. Cady treibt in der Heimatstadt Bowdens ein perfides Spiel mit dem Juristen und macht auch vor Sams Frau und seiner Tochter keinen Halt. Sämtliche Versuche, Cady legal aus der Stadt zu vertreiben, schlagen fehl. In höchster Not greift Sam Bowden selbst zur Waffe und stellt Cady eine Falle…
J. Lee Thompsons Film ist ein raffiniertes Stück Thriller-Kino voller Manipulationen. So wird der Zuschauer von Anfang an in die düstere Handlung mit einbezogen, so daß auch er erkennen muß, daß es nur einen Ausweg vor Cadys Rache gibt: dessen Tod. Die FSK-Freigabe ab 18 Jahren hat insoweit also seine Berechtigung, weil der Film die Selbstjustiz propagiert und das offene Ende dies überdeutlich herausstellt. Unterstützt durch die geschickte Schwarzweiß-Fotografie, die am wirkungsvollsten im hochspannenden Schlußteil zur Geltung kommt, und das brillante Spiel der beiden Hollywoodstars Peck und Mitchum in den Rollen der beiden Kontrahenten, zählt „Ein Köder für die Bestie“ zu den klassischen Psychothrillern der US-Traumfabrik. Unterlegt ist das Ganze mit der beklemmenden Filmmusik Bernard Herrmanns, der damit kurz nach Hitchcocks „Psycho“ bewiesen hat, daß er zu den großen seiner Zunft gehört. Mit Gregory Peck, Robert Mitchum, Polly Bergen, Martin Balsam u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin