Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

03.09.2019
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Review

von Frank Trebbin

Nach dem Mord an ihren Eltern zieht die junge Ui zu ihrer Tante Bua, die eine kleine Druckerei betreibt. Neffe Arm, ein nerviger kleiner Knirps, warnt Bua schon recht bald, dass es im Obergeschoss des Hauses mächtig spuken soll. Und richtig: merkwürdige Geräusche sind des Nachts zu vernehmen und Schatten huschen durch die Druckerei. Aber auch Tante Bua scheint etwas zu wissen, denn privat gibt sie eine Geisterbeschwörung nach der anderen. Eines Tages sind Ui und Arm im Haus eingesperrt und von oben hört man Schritte...

Mit „House of Ghosts“ ist das thailändische Kino endgültig in der westlichen Hemisphäre angekommen, denn trotz des Lokalkolorits und trotz unbekannter Darsteller gelingt es Chookiat Sakveerakul mit seinem Geisterfilm an solche Vorbilder wie „Poltergeist“ oder letztens „Boogey Man“ anzuknüpfen. Fehlende F/X werden hier durch eine virile Soundkulisse und eine flotte Handlung ersetzt – ohne dass man sie dabei vermissen würde. Im Gegenteil: unheimliche Geräusche sind allemal besser (glaubwürdiger?) als umherfliegende Gegenstände, oder? Der Rest wird durch geschickte Geister-Auftritte à la „Ring“ und durch die für asiatische Verhältnisse bekannten „kleinen Grausamkeiten“ erledigt. Größter Pluspunkt sind allerdings die lebendigen Figuren, die sich vom typischen Hollywood-Abziehbild-Allerlei denkbar günstig unterscheiden. Bildformat: 1,78:1. Mit Pumwaree Yodkamol, Dreradanai Suwanhom, Amora Purananda, Alexander Rendell u. a.

Anmerkung: 2007 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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