Irgendwo in Thailand wird ein riesiger Staudamm errichtet und so müssen mehrere Dörfer geflutet werden. Dies ruft Nang Ta-Kien, einen weiblichen Waldgeist, auf den Plan, die des Nachts durchs Gebüsch huscht und so manchen Arbeiter wegschnappt. Als das alles nichts hilft, fährt Nang Ta-Kien in den Körper von Porn, der Tochter des verantwortlichen Ingenieurs. Porns Jugendfreund Tong Kam setzt alles daran, um den Waldgeist endgültig zu vertreiben, zumal mittlerweile der Stausee gefüllt ist und der Horror auch unter Wasser weitergeht....
Als allererstes fällt einem an dieser thailändischen Produktion auf, wie unverschämt hier mit den Motiven aus anderen Erfolgsfilmen umgegangen wird: das Setting um den Stausee stammt aus "Beim Sterben ist jeder der Erste", Nang Ta-Kien könnte als Sadakos Zwillingsschwester bei „Ring“ mitspielen, das groteske Blut-Happening mit dem Waldgeist-Baum finden wir auch in William Friedkins „Das Kindermädchen“ und das gesamte Hokuspokus um den Geist bedient den kompletten Asien-Horror inklusive Ekel-Würmer-Effekte. Leider ist „Takien“ aber ohne Sinn für Dramatik inszeniert worden und so windet sich die teilweise verzwickt dargebotene Handlung recht höhepunktslos dahin. Zwar wird für Schauwerte gesorgt, doch werden diese durch einige allzu läppische CGI-Tricks verwässert. Die letztendlich alles bestimmende Love Story zwischen Porn und Tong Kam hebt „Takien“ auf Rosamunde-Pilcher-Niveau. Auf DVD 16:9. Mit Sorapong Chatree, Nantawat Asirawat, Pipat Arphirakchonnakam, Rungeawee Barijindakul u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin