Wer Jimmy Fangs heißt, kann entweder Mafia-Boss oder aber Vampir sein. Und Jimmy Fangs ist beides, was dazu führt, daß er tagsüber mit üblichen Verbrechermethoden einen schwunghaften Drogenhandel betreibt und nach Einbruch der Dunkelheit seinen Blutzoll einfordert. Was für ein Leben – wenn da nicht der junge Vampir wäre, der in seine Fußstapfen zu treten gedenkt, und jene Vampir-Jägerin, die eine wahren Krieg unter der Mafiosis anzettelt…
Vampire und die Mafia – ein Thema, daß in „Bloody Marie“ von John Landis wunderbar funktionierte, hier bei Marc Fratto allerdings regelrecht absäuft. Viel zu dialoglastig und mit einem missionarischen Drang zu Erklärungen geht es in dieser drittklassigen Movie-of-the-Week-Produktion zu, so daß selbst bei wohlwollendster Betrachtung „Vampire Sundown“ eigentlich nur Langeweile verströmt. Blutszenen gibt es selten – was übrigens an der Frage nach der Alters-Freigabe kratzt – und auch bei der Logik der Geschichte hätte man mehr zubuttern müssen. Die DF ist zudem recht monoton synchronisiert worden, was wiederum zu weiteren Negativ-Effekten führt. Fazit: Lieber noch mal zu besagtem Landis-Knaller greifen. Auf DVD Vollbild. Mit J. Scott Green, Masha Sapron, Joseph De Vito, Joshua Nelson u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin