Die Studenten Thierry und Henri gönnen sich zwei Prostituierte. Während Thierry sich vergnügt, wird Henri von seiner Freidame unerwartet angegriffen und ernsthaft verletzt. Kurze Zeit später lernt Thierry die geheimnisvolle Musikerin Claire kennen, deren Schwester sich als genau jene Prostituierte entpuppt, die Henri an die Wäsche wollte. So mißtraut Henri natürlich auch Claire und hält sie für eine männermordende Hexe. Wie nahe dies an der Wahrheit liegt, sollen beide Freunde noch am eigenen Leib erfahren...
„White Skin“ ist ein auf den ersten Blick nicht uninteressanter Versuch, über das Genre hinaus eine Geschichte um einen Sukkubus mit den Stilmitteln des Sozialdramas zu erzählen. So erinnert dann auch Daniel Robys Erstling mit seiner eigentümlichen Atmosphäre, den ungeschönten Alltagsbildern und dem innewohnenden Fatalismus an George A. Romeros „Martin“, bei dem man sich ja auch lange Zeit fragt, ob das Ganze nun wahr ist oder nur Einbildung. Doch leider verliert sich bei „White Skin“ der geneigte Zuschauer recht schnell innerhalb des unentschlossenen Drehbuches, was zur Folge hat, daß man das blutige Finale wegen der schon weit vorher aufkeimenden Langeweile kaum noch wahr nimmt. Inszenatorische Stringenz wäre da angebrachter gewesen als all jene Momente, in denen Roby versucht, ein unterkühltes Bild von Quebec und seiner franko-amerikanischen Einwohner zu zeichnen. Auf DVD 16:9. Mit Marc Paquet, Frédéric Pierre, Marianne Farley, Jessica Malka u.a.
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