Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Dies ist die angeblich wahre Geschichte der Catherine Miles, die im zarten Alter von achtzehn Jahren von Kannibalen entführt wurde. Und das Ganze passierte folgendermaßen: Catherines Eltern besitzen eine Farm am Amazonas und machen mit ihrer Tochter eine Bootstour. Dabei werden Vater und Mutter grausam ermordet. Catherine überlebt zwar den Anschlag, muß aber dafür zwei Jahre bei den Guarmas, brasilianischen Kopfjägern, leben.

Dies ist italienische Exploitation, wie man sie liebt. Obwohl für das Italo-TV gedreht, ist „Amazonia“ doch ein ziemlich wüstes Filmchen, welches in genau jene Fußstapfen tritt, die mit dem zweiten Vermarktungstitel („Cannibal Holocaust 2“) angedeutet werden sollen. Durch den Trick des nachträglichen Erzählens der Ereignisse –die Handlung entwickelt sich aus einem Interview der Catherine Miles heraus– können auch hier bekannte Ekel- und Greuelszenen zelebriert werden. Das Ganze ist aber lange nicht so hart wie damals Rugero Deodatos ultimativer Kannibalen-Schocker „Nackt und zerfleischt“. Dennoch wird auch hier ausgiebig gestorben und gefoltert. Die deutsche Fassung ist dabei erheblich, die UK-Fassung nur in einer Szene leicht gekürzt. Das Drehbuch stammt von Franco Prosperi, der für uns ja kein Unbekannter ist, und bietet uns neben den Greuelszenen auch eine Love Story zwischen Catherine und einem schmucken Kannibalen. Mit Elvire Audrey, Alvaro Gonzales, Dick Marshall, Andrew Louis Coppola u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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