Irgendwann gerät selbst der ausgefuchsteste Horrorfilmkritiker an die Grenzen seines Schaffungsvermögens. Mit der Rezension von „Bandh Darwaza“ sind meine eindeutig erreicht, denn mit der Hindu-Sprache, die in diesem indischen Schauerstück gesprochen wird, hapert es doch ein wenig. Hinzu kommt, daß indische Filme nicht nur aus einer streng vorwärts ausgerichteten Geschichte bestehen, sondern die Handlung mit einer Vielzahl von Nebenerzählsträngen, Tanz- und Musikeinlagen angereichert wird. Kein Wunder also, daß fast alle Streifen aus dem Land kaum unter zwei Stunden laufen. In „Bandh Darwaza“ geht es um einen Vampir (westlich orientiert: mit spitzen Zähnen und dunklem Umhang, kein hüpfender!), der die Geliebte eines jungen Mannes in seinen Bann zieht. Nach vielem Hin und Her sowie einigen Leichen kann der Beißer besiegt werden. Die Horrorszenen sind recht gut gelungen, auch wenn die pathetisch auftrumpfenden Darsteller irgendwie abnerven. Masken- und Make-Up-Effekte orientieren sich an westlichen Vorbildern; ebenso der Soundtrack, der stellenweise sogar aus „Freitag der 13.“ geklaut ist. Mit Hasmat Khan, Kunika Vijayendra, Manjeet Kaur u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin