Der Polizeichef einer südenglischen Kleinstadt geht des Nachts seinen geheimen Gelüsten nach: Er besucht einen versteckt gelegen Nachtclub mit meist homosexuellen Gästen. Als er in einem Wutanfall einen Transvestiten erwürgt, versucht er, diese Tat dem gehaßten Liebhaber seiner Schwester in die Schuhe zu schieben.
Dies ist ein verquaster Psychothriller, der zu keiner Zeit seinen ambitionierten Formalismus mit der (s)exploitationhaft aufgemotzten Story in Einklang bringen kann. Die Bilder wirken zwar schön gestylt und sind gekonnt auf Zelluloid gebannt, doch der Regisseur bemüht zu oft Motive schwitzender, stöhnender Pärchen oder „typischen“ (= filmgerechten) Homosexuellen-Milieus, um glaubhaft oder ernst zu wirken. Als reiner Exploiter jedoch ist der Film zu gut gemacht. So ist es nicht verwunderlich, daß der Film zwischen den zwei Stühlen versinkt, auf die er sich zu setzen versucht. Lediglich Romy Haag in einer kleinen Nebenrolle ist besonders erwähnenswert. Alternativtitel: „Mascara -Nachtclub der Exzesse“. Mit Charlotte Rampling, Michael Sarrazin, Derek de Lint, Romy Haag u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin