Franks Bewertung

starstarstarstar / 1

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

1897. Ein abgelegenes Dorf liegt inmitten malerischer Wälder, die Menschen darin leben streng nach alten Traditionen. Kontakte zur Außenwelt gibt es keine, denn in den umliegenden Wäldern herrschen jene unausprechlichen Wesen, gegen die sich die Dorfbewohner durch Schutzzäune zu erwehren suchen. Einzig der junge Lucius Hunt scheint keine Angst vor den gefürchteten Kraturen zu haben, die schon mal des nachts ins Dorf kommen und merkwürdige Zeichen an den Türen hinterlassen. Als Lucius allerdings bei einem Streit tödlich verletzt wird, schickt sich seine Verlobte, die blinde Ivy, an, das Dorf auf der Suche nach Medikamenten zu verlassen...

Ist dies nun ein Horrorfilm oder nicht? Abgesehen von dem überraschenden Schluß – offenbar schon ein Markenzeichen für M. Night Shyamalan – verhält sich die Handlung von „The Village – Das Dorf“ ganz getreu den bekannten Genreregeln und führt uns durch eine atmosphärisch dichte Inszenierung, die in ihrer merk- und denkwürdigen Stilisierung irgendwie an Tim Burtons „Sleepy Hollow“ erinnert. So ist es dann auch nicht verwunderlich, daß die etablierte Presse „The Village – Das Dorf“ noch am ehesten als „spannungsgeladene Mischung aus Thriller und Märchen“ bezeichnet hat – und das obwohl offen gesagt nicht allzu viel passiert. Das gewisse Gänsehaut-Feeling (Marke: klassisch-gepflegt) wird einzig und allein durch die Imagination des Zuschauers erreicht, der gewillt ist, sich in den Stoff hinein ziehen zu lassen. Die Ruhe beim Szenenaufbau, die in heutiger Zeit betulich wirkende Bildmontage und die mehr als sehenswerten Schauspieler lassen M. Night Shyamalans Gruselmär zu einem cineastischen Kleinod werden, bei dem man sich gerne über die spätestens zu den Endcredits im Kopf zusammenformulierten Fragen betreffend so mancher Logikbrüche hinwegsetzt. Auf DVD 16:9. Mit Joacquin Phoenix, Bryce Dallas Howard, Sigourney Weaver, William Hurt u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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