TV-Produktionsassistentin Ellie und ihr jüngerer Bruder Jimmy werden auf dem Mulholland Drive in einen freakigen Unfall mit einem Wolf(?) verwickelt, bei dem sie von dem Tier gekratzt werden. Beide entwickeln daraufhin merkwürdige Fähigkeiten, die sie unterschiedlich zu nutzen wissen. Während der kleine Bruder aufgrund der neuen Kräfte in der Schule auftrumpft, arbeitet Ellie aggressiv an ihrer Karriere. Pech ist nur, daß bald Vollmond ansteht und der Geruch nach Blut mächtig durstig macht. Doch wer ist der ursprüngliche Werwolf, der an allem schuld ist?
Der Titel ist Programm. Bedenkt man die komplizierte Entstehungsgeschichte von „Verflucht“ (extrem viele Nachdrehs mit teilweise völlig anderen Darstellern, totales Drehbuch-auf-den-Kopf-Stellen, anvisiertes R-Rating wird von den Produzenten im Nachhinein auf PG-13 geändert etc.), so kann man eigentlich noch recht froh sein, daß Wes Craven, der schon seinen Namen entfernt sehen wollte, dennoch ein im positiven Sinne mittelprächtiger Horrorfilm gelungen ist: einer Handvoll gut sitzender Schocks steht eine Story von Kevin Williamson entgegen, die kaum als Erneuerung des Werwolf-Subgenres durchgehen kann, denn so viel ausgelutschten Teenager-in-Angst-Mist hat es schon immer gegeben. So ist „Verflucht“ nur ein weiteres glattpoliertes Major-Filmchen geworden, bei dem peinlich durchgespielte Standardsituationen, die an solche Granaten wie „Teen Wolf“ erinnern, und sterile CGI-Effekte (selbst Rick Bakers teurere Handarbeit mußte mitten im Dreh dran glauben!) den Gesamteindruck beherrschen. Die DF entspricht der in den USA nur auf DVD erhältlichen R-Rated-Fassung und ist uncut. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Christina Ricci, Jesse Eisenberg, Joshua Jackson, Milo Ventimiglia u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin