Pennsylvania 1927. Der Wunderheiler Dr. Reese zieht durch die Lande und heilt hier und dort mit Hilfe Gottes die Menschen von ihren Krankheiten. Der sechzehnjährige Billy schließt sich dem Scharlatan und wird sein Lehrling. Als Reese in dem finster dreinblickenden Lars Hoeglin den Teufel zu erkennen glaubt, verwandelt er sich in einen mordenden Glaubenskämpfer, der auch vor einem tödlichen Exorzismus nicht zurückschreckt.
Obwohl „Nacht der Dämonen“ angeblich auf wahren Tatsachen beruht und Regisseur Ralph L. Thomas bewußt auf eine spekulative Ausbeutung der Geschichte verzichtet hat (der Film plätschert in ruhigen und beobachtenden Bildern dahin), kommt man als geneigter Zuschauer, der sich von der merkwürdigen Atmosphäre einfangen läßt, nicht umhin, ihn als sehr beunruhigend und geheimnisvoll zu empfinden. Gerade die exakte Darstellung der ländlichen Verhältnisse mit ihrem weitverbreitetem Aberglauben unter der Bevölkerung läßt „Nacht der Dämonen“ weit über das Genre hinausgehen. Der Film beantwortet bewußt viele offene Fragen nicht, um dem Zuschauer die Möglichkeit der Interpretation zu geben. Als Abwechslung zu den üblichen Teenager-Schlitzerfilmen ist dieser Streifen auch für Neueinsteiger durchaus zu empfehlen. Deutscher TV-Titel: „Der Mörder und sein Lehrling“. Mit Donald Sutherland, Chad Lowe, Mia Sara, Knut Husebo u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin