Drei psychopathische Schwerverbrecher können aus einem Gefängnis entfliehen und ziehen eine blutige Spur durch das Land. Zur gleichen Zeit ist „Mad Dog“ Click, ein irrer Schlitzer, unterwegs, um neue Opfer zu suchen. Die drei Psychos führen in einer abseits gelegenen Raststätte eine Geiselnahme durch und terrorisieren die Gäste des Lokals.
Kein Vergleich zu „Cabaret der Zombies“, der auch von Ray Dennis Steckler stammt! In beklemmenden Schwarzweiß-Bildern wird ein deprimierendes Bild der Gewalt in der US-Gesellschaft gezeichnet. Im Entstehungsjahr mußte der Film eine ähnliche Wirkung gehabt haben, wie heute „Henry– Portrait of a Serial Killer“. Stecklers Film ist streckenweise sehr grausam und nimmt von seiner Intensität und seinem Handlungsgefüge viel von „Ketten-Sägen-Massaker“ vorweg. Vor allem der Mord an der Prostituierten zu Beginn des Films ist grandios montiert und ebenso gewalttätig wie das Quälen von Marilyn Burns durch die Saw-Family in Hoopers besagtem Meisterwerk. „The Thrill Killers“ ist sogar handwerklich weitaus besser, als man sich hätte erhoffen können. Ray Dennis Steckler beweist, daß er auch ernsthaft arbeiten kann. Es ist nur schade, daß die Grimmigkeit und Bösartigkeit der ersten Hälfte für einen actionbetonten, konventionellen Schlußteil aufgegeben wird. Ein Zugeständnis an den Zuschauergeschmack, das es heute nicht mehr geben würde. Dieses frühe Highlight des Horrorkinos ist nie nach Deutschland gekommen und auch in England wurde „The Thrill-Killers“ erst nach langem Hin und Her veröffentlicht. Mit Cash Flagg (Ray Dennis Steckler), Liz Renay, Carolyn Brandt, Atlas King u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin