Franks Bewertung

starstarstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Die noch minderjährige Ellie muß ins Waisenhaus, weil ihre Mutter, eine Prostituierte, grausam ermordet wurde. Das Waisenhaus wird von einem sadistischen Paar geleitet, dem es Spaß macht, die Jugendlichen zu quälen. Als einige der Insassen spurlos verschwinden, faßt Ellie den Entschluß zur Flucht. Als diese mißglückt, spitzt sich die Lage zu, denn im Keller gibt es mehr zu sehen als nur die Heizung…

„Blood and Lace“ ist ein deprimierender, verstörender Film, der seiner Zeit weit voraus gewesen ist. Nur so kann man es sich erklären, daß niemand (vor allem der US-amerikanische Zensor) diesen brutalen, sadistischen Horror als solchen erkannt hat, denn unglaublicherweise ist „Blood and Lace“ sogar für Jugendliche freigegeben (PG-Rating!). In morbiden Bildern und blassen Farben wird eine de Sade’sche Vision einer abgeschlossenen Gesellschaft von Sadisten und deren Opfern gezeigt, wo Schmerz mit Liebe und Blut mit Leben verwechselt wird. Ein Großteil des Films wird von der eindringlichen Schilderung der unheimlichen Atmosphäre im Waisenhaus getragen, die viel von der Stimmung im texanischen Schlachthaus der Saw-Family aus Tobe Hoopers „Ketten-Sägen-Massaker“ vorwegnimmt. Hin zu kommen noch die extrem blutrünstigen Morde, das überraschende, leicht perverse Ende, und perfekt ist das kleine Meisterwerk aus der Sickie-Schublade. Mit Gloria Grahame, Melody Patterson, Milton Selzer, Len Lesser u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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