Die siebzehnjährige Simone hat sich in den Pop-Star „R“ verliebt. Doch ihre Liebe ist für ihn nur Anlaß für ein flüchtiges Abenteuer. Nach einer abrupt abgebrochenen Liebesnacht bringt Simone „R“ um, zerstückelt seine Leiche und beginnt, die Einzelteile zu verspeisen. Danach kehrt sie in ihren Alltag als Schülerin zurück.
Beginnend wie ein x-beliebiger Teenie-Liebesfilm steigert sich „Der Fan“ von Minute zu Minute zu einer krankhaften Erzählung um Schmerz, Sehnsucht und Seelenlosigkeit des modernen Starkults. Dies hört sich auf dem Papier vielleicht ganz interessant an, kann aber in der einfallslosen Inszenierung des Ex-Kritikers Schmidt nur Gähnen und Unverständnis beim Zuschauer hervorrufen. In die Nähe billiger Exploitation gerät der Film dann recht schnell, als die nackte Desirée Nosbusch den zuvor erschlagenen „R“ waidgerecht mit einem elektrischen Messer zerteilt. Hierbei hat man durch geschickte Bildausschnitte versucht, die nicht vorhandenen Effekte zu „türken“. Der Film ist insgesamt und als Psychostudie insbesondere eine herbe Enttäuschung. Interessanterweise lief „Der Fan“ im Kino 92 Minuten, was eine Videolänge von ca. 87 Minuten zur Folge gehabt hätte. Schnitte durch den Video-Anbieter (Marketing) sind nicht auszuschließen. Mit Desirée Nosbusch, Bodo Steiger, Simone Brahmann, Jonas Vischer u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin