Franks Bewertung

starstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Die junge Lehrerin Marianne gerät auf ihrer Reise nach Badstein (Nein, nicht Spülstein!) auf das Schloß des Baron Meinster. Die alte Baronin erklärt ihr, daß ihr Sohn geisteskrank sei und deshalb Ruhe bräuchte. In der Nacht macht Marianne allerdings die Bekanntschaft des jungen Mannes, der ihr ganz normal vorkommt und befreit ihn aus dem Verlies, in das ihn seine Mutter steckte. Damit beginnt das Unheil, denn der junge Baron ist ein Vampir, der sich sogleich über die Bräute aus Badstein hermacht.

Was macht eine Produktionsfirma, deren erfolgreicher letzter Film („Dracula“) mit dem Tod des „Helden“ endete, das Publikum (und damit der Geldbeutel) aber nach einer Fortsetzung lechzt? Man spinnt einfach eine Geschichte um einen Neffen des Toten, der einen ähnlichen Habitus hat (An die einfache Auferstehung Draculas wie in den späteren Filmen der Reihe traute man sich wohl noch nicht heran, oder?). Voller weiterer „gotischer“ Einfälle hat Terence Fisher die inhaltlich nicht sehr originelle Geschichte um den Grafen Dracula zumindest technisch brillant umgesetzt. Die stilvolle Atmosphäre wird, wie zumeist in den Filmen von Fisher, durch ausgesucht gute Sets und Bauten erreicht. Da jedoch eine ähnlich charismatische Hauptfigur wie in dem 1958 entstandenem Vorläufer fehlt, ist die Pfählung des Bösewichts am Ende von „Dracula und seine Bräute“ für diesen schlußendlich. Man besann sich halt lieber der im obigen Klammerzusatz genannten Taktik und ließ Christopher Lee von nun an „seinen“ Dracula weiterspielen. Mit Peter Cushing, David Peel, Martita Hunt, Yvonne Monlaur u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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