Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

1895. Ägyptologe Stephen Banning findet das Grab der Hohepriesterin Ananka, läßt dieses öffnen und wird, als er allein dort hineingeht, daraufhin wahnsinnig. Drei Jahre später hat sein Sohn John die Forschungen seines Vaters abgeschlossen und die gesamten Grabbeigaben nach England schaffen lassen. Er glaubt, daß es eine zweite Grabkammer gab, wo die Leiche von Kharis, dem vor 4000 Jahren lebendig eingemauerten Liebhaber der Ananka, hätte liegen müssen. Kharis’ Mumie ist jedoch von dem religiösen Fanatiker Mehmet zum Leben erweckt worden, damit diese sich an den Gräbschändern rächt. Nun befindet sich Mehmet mit der Mumie in England…

Mit „Die Rache der Pharaonen“ schuf Terence Fisher weniger ein Remake des 33er-Universal-Klassikers „Die Mumie“ von Karl Freund (wie die Kollegen Hahn & Jansen in ihrem „Lexikon des Horrorfilms“ meinten!), sondern eher eine Extraktion aller bislang erschienener Geschichten um dieses Thema. Gleichsam hat sich Fisher z. B. in den Szenen im alten Ägypten an solchen Hollywood-Monumental-Schinken wie „Das Land der Pharaonen“ orientiert– nur eben, daß die typischen Massenauftritte fehlen. Doch zurück zum Horror von „Die Rache der Pharaonen“: Wiederum ist es Fisher mit seinem sicheren Gespür für Bildaufbau und Atmosphäre gelungen, dem Begriff „Gothic-Horror“ eine Form zu verleihen. Die kräftige Farbgestaltung bei den Szenen im Sumpf verleihen dann dem Ganzen sogar einen expressionistischen Touch. Nur ein paar allzu offensichtliche Studioaufnahmen sind da ein wenig störend. Fazit: Nicht ganz so pefekt wie „Dracula“ oder „Frankensteins Fluch“, jedoch definitiv ein KLassiker. Mit Peter Cushing, Christopher Lee, Yvonne Furneaux, Eddie Byrne, Felix Aylmer u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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