Franks Bewertung

starstarstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Ein Mann sitzt an einer Haltestelle. Neben ihm mutiert urplötzlich eine Frau zu einem Cyborg und attackiert ihn. Bevor der Mann die Verwandelte töten kann, verletzt sie ihn und pflanzt somit ihre „Krankheit“ fort. Am nächsten Morgen entdeckt der Mann, daß ihm bereits kleine Metallteile aus dem Körper wachsen. Auch er wird somit unweigerlich zu einer Mutation werden…

Kaum ein Film hat die Gemüter der letzten Zeit mehr bewegt als dieser japanische Undergroundfilm, der alles daran setzt, „Eraserhead“ vom Kult-Thron zu stoßen. So kommt einem „Tetsuo– The Iron Man“ auch wie eine Technovariante von David Lynchs Erstling vor. In einer schwer zu verdauenden Bilderflut ergießen sich viele, viele obskure Einfälle ins Publikum, das sichtlich an dem Schwarzweiß-Streifen zu knabbern hat. Sicherlich erschließt sich der Film nicht beim ersten Ansehen, denn dazu ist er einfach zu kunstgerecht angelegt. Ein weiteres Hindernis für das bloße Konsumieren dürfte sein, daß Shinya Tsukamoto alle Regeln üblicher Erzählstile negiert und seine Geschichte fast von alleine und ohne viel Dialog laufen läßt. Drei Jahre später läßt Tsukamoto „Tetsuo 2– The Body Hammer“ folgen, einen nicht minder provokanten Genrebeitrag. Mit Tomoroh Taguchi, Kei Fujiwara, Nobu Kanaoka, Shinya Tsukamoto u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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