Seit fünfzehnhundertnochwas ist Connor MacLeod, ein schottischer „Highlander“, unsterblich. Warum, wissen nur die Drehbuchautoren. Fakt ist aber, daß noch andere Unsterbliche auf der Welt umhergeistern, nur, um sich mit ihren Erzfeinden zu duellieren. In den Straßenschluchten von New York kämpft Connor MacLeod mit aller Macht darum, seinen Kopf zu behalten, denn nur ein gut geführter Schlag gegen den Hals ist tödlich für den „Highlander“.
Russel Mulcahy hat mit „Highlander– Es kann nur einen geben“ einen Fantasy-Streifen von recht hoher Qualität geschaffen, der sich auf inhaltlicher Ebene mit viel Mystik und dem ewig interessanten Thema der Unsterblichkeit beschäftigt. Mulcahys ungewöhnliche Bildsprache, die schon in seinem Erstling „Razorback“ zu bewundern war, ist letztendlich der ausschlaggebende Punkt für den Erfolg des Films gewesen, denn „Highlander– Es kann nur einen geben“ ist zwar von der Kritik gescholten, vom Publikum jedoch kultisch aufgenommen worden. Ein weiteres war der Einsatz eines bekannten „Queen“-Titels für den Soundtrack. Die Handlung wird in einer Vielzahl von Rückblenden offeriert, die alles in allem einen liebevollen Streifzug durch die Jahrhunderte bilden. Die deutsche Fassung ist in zwei Szenen leicht geschnitten, gegenüber des US-Fassung aber in einer Szene deutlich länger. Auf Video letterboxed (1,51:1). Mit Christopher Lambert, Roxanne Hart, Clancy Brown, Sean Connery u.a.
Anmerkung aus 2018:
Was hatte sich doch damals die etablierte Filmkritik über die aufdringliche Bildästhetik und die mitunter recht sinnfreie style-over-substance-Arbeit des jungen Russell Mulcahy ausgelassen. Und heute? Ja, heute – knapp etwas mehr als 30 Jahre später – fällt „Highlander“ was die Optik angeht kaum noch auf (Im Gegenteil: zu Michael Bay und Konsorten wirkt er gar angenehm entschleunigt). Schnelle Schnitte, ungewöhnliche Kameraperspektiven und ein mitunter harscher Wechsel von Zeitebenen und Handlungsorten – das alles ist in den letzten drei Jahrzehnten zum Gebrauchs-Repertoire vieler Filmemacher geworden. Und auch am Mangel einer wirklich nachvollziehbaren Geschichte regt sich heute wohl keiner mehr auf, oder? So ist es aber gerade deswegen auch wichtig, dass man diesen unbestrittenen Meilenstein des Fantasy-Kinos der 1980er-Jahre endlich einmal mit einer HD-Veröffentlichung würdigt, die dem reizüberfluteten Filmerlebnis von damals ganz, ganz nahe steht. So präsentiert die jüngst herausgebrachte 4K-Restaurierung „Highlander“ mit einem feinen, nur selten aufdringlichen Filmkorn, mit leuchtenden Farben und einem satten Schwarz. Der bereits vor Jahren aufgebohrte, kräftige Surround-Ton des ehemals Stereo-Originals der DF kann sich immer noch hören lassen und punktet mit klarer Stimmwiedergabe. Die Schnitte aus seligen VHS-Zeiten sind natürlich längst Geschichte. Bildformat: 1,78:1.
© Selbstverlag Frank Trebbin