Seattle. Ein Mörder, der seine weiblichen Opfer post mortem verbrennt und deshalb „die Fackel“ genannt wird, hält die Polizei seit drei Jahren in Atem. Ex-Cop Jake Riley erhält von der nationalen Sicherheitsbehörde den Auftrag, den in Regierungslabors gezüchteten Klon des Mörders auf dessen Spur zu setzen. Prompt führt ihn der Replikant zu einem gewissen Edward Garrotte, der auch wirklich „die Fackel“ zu sein scheint. Alsbald stehen sich die beiden „Zwillingsbrüder“ im Kampf gegenüber...
Wie konnte sich eigentlich Hongkongs namhafter Action-Regisseur zu solch einem hanebüchenen Schwachsinn hergeben? Liest der Mann denn keine Drehbücher? War sein Van-Damme-hat-ein-Zwillingsbruder-Vehikel „Maximum Risk“ noch erfrischend unterhaltsam und insgesamt besehen akzeptabel, so verkommt dieser Science-Fiction-Actioner hier, der unzweifelhaft „The Sixth Day“ zu kopieren versucht, zu einer Art unterbelichteten Brutalo-Version von „Der dritte Zwilling“, der ja auch schon das Klonen von Menschen mächtig verwurstelt hat. Haarsträubender Höhepunkt des Ganzen sind allerdings die Sozialisierungsszenen mit dem Replikanten, die nur dazu dienen, mit den artistischen Leistungen des Hauptdarstellers dessen bemitleidenswerten mimischen Fähigkeiten in den Hintergrund zu drängen. Ringo Lam jedenfalls hat für mich mit „Replicant“ keine Eintrittskarte für Hollywood gezogen. Auf DVD letterboxed (1,78:1). Mit Jean-Claude Van Damme, Michael Rooker, Catherine Dent, Jan Robison u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin