Man nehme einen erfolgreichen ersten Teil und steigere ihn noch in der Brutalität. Das Ergebnis liest sich dann wie folgt: Die für Kriegszwecke gezüchteten Piranhas können nun fliegen und greifen an der Küste von Jamaika badende Touristen an. Unter Wasser und in der Luft ist also Panik angesagt. Und mittendrin befindet sich Tauchlehrerin Anne, die das Blutbad verhindern möchte…
In dieser niederländischen Abschreibungsproduktion wurde –wie leicht zu bemerken ist– wenig Wert auf eine kluge und intelligente Handlung gelegt, sondern vielmehr auf die in diesem Falle wirklich hervorragenden Splattereffekte. So verzeiht der gewillte Zuschauer manche Holprigkeit im Skript, wenn dafür im Durchschnitt alle zehn Minuten die Piranhas zuschlagen. Zugegeben, die zwinkernden Seitenhiebe auf „Der weiße Hai“ sprechen zumindest für die Tatsache, daß man sich mit der Konkurrenz beschäftigt hat. Regisseur James Cameron zeigt hier ansatzweise schon das, was er in seinen Achterbahnfahrten à la „Aliens“ perfektioniert hat: schnelle und harte Action. Kurioserweise hat das alles Produzent Ovidio G. Assonitis nicht gefallen, denn er hat James Cameron in der Schlußphase der Dreharbeiten gefeuert und selbst noch Regie geführt. Alternativtitel: „Piranha II– Fliegende Killer“. Mit Lance Henriksen, Tricia O’Neil, Steve Marachuk, Ted Richard u.a.
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