Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Tagsüber ist Kenny Wemys ein biederer Bademeister im Londoner East End. Doch nachts führt er ein grauenvolles Doppelleben. Geblendet vom religiösen Fanatismus seiner Mutter bringt Kenny all jene Frauen um, die in seinen Augen ein sündenvolles Leben führen. Die Taten hält er auf Tonband fest, um daraus eine Kakophonie des Grauens zu komponieren…

Bedingt durch die ziemlich intensive Darstellung der häuslichen Umstände bei den Wemys’ ist Robert Hartford-Davis’ früher Slasherfilm einen Augenmerk wert. Die Atmosphäre des dümpelnden Fanatismus wird klar gezeichnet, und man empfindet sogar etwas Sympathie für den gebeutelten Kenny. Seine innere Abscheu gegen die klerikale Bevormundung entlädt sich in einem brutalen Finale, bei dem der Kirchenvertreter, der seiner todkranken Mutter die Einnahme von Insulin verboten hat, an das Kreuz der hauseigenen Kapelle genagelt wird. Na, wenn das nichts ist. Insgesamt gesehen ist „The Fiend“ ein etwas anderer Horrorthriller, der aufgrund seiner Geschichte zu gefallen weiß. Mit Ann Todd, Tony Beckley, Patrick Magee, Madeline Hind u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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