Die schüchterne Emily Hollander wird in ihrer New Yorker Wohnung brutal vergewaltigt. Wie sich herausstellt, ist der Täter von irgend jemandem dafür angeheuert worden. Die Drahtzieherin ist Andrea Glassen, eine echte Lesbierin, die dadurch versucht, Emily von Männern abzubringen. Als alle Versuche, Emily zu verführen, scheitern, sinnt Andrea auf Rache und inszeniert mit der Ahnungslosen eine teuflische Terror-Orgie.
In der thematischen und damit spekulativen Ausbeutung von Minderheiten ist der Film zwar fast einsame Spitze, dafür kann man aber den Rest getrost vergessen. Zu unbeteiligt inszeniert Gordon Willis die von der enttäuschten Liebhaberin entsonnenen Qualen. Auch das merklich konstruierte Ende, welches kinogerechterweise ein Happy-End beinhaltet, wirkt nur störend und damit ärgerlich. In der Betrachtung als spannender Psychothriller kommt „L ist nicht nur Liebe“ denkbar ungünstig weg, denn Mitfiebern tut man schon nach gut der Hälfte der Laufzeit nicht mehr. Alternativtitel: „Angst im Nacken“. Mit Talia Shire, Joseph Cortese, Elizabeth Ashley, Kay Medford u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin