Seit ihr 8jähriger Sohn Sam bei einem Unfall ums Leben kam, wird Mutter Telly Peretta derartig von Erinnerungen an ihren Nachwuchs gequält, so daß sie psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen muß. Doch plötzlich, eines Tages, scheint alles ausgelöscht und vergessen zu sein: Sams Fotos sind weg, alte Videos gelöscht und selbst Psychiater Dr. Munce und Tellys Mann behaupten, daß es nie einen Sohn gegeben hat. Und auf einmal wird Telly Peretta von den Agenten der NSA verfolgt...
Obwohl sich Joseph Ruben wirklich jegliche Mühe gibt, die Auflösung des Ganzen nicht zu früh preis zu geben, gelingt es einem genreerfahrenen Zuschauer schon weit vor der Halbzeitmarke, sein Augenmerk in die richtige Richtung zu lenken: „Akte X“ lässt da mächtig grüßen. Und dennoch – oder gerade deswegen – macht „Die Vergessenen“ irgendwie Spaß. Die Riege der Darsteller, angeführt von der hübsch blass geschminkten Julianne Moore als verrückt geahnte Mutter, lässt sich sehen, die Produktion ist gediegen und Mainstream-Thrill ist auch genügend vorhanden. Besonders auffällig an Joseph Rubens Psychothriller ist jedoch, daß auf allzu spektakuläre Szenen verzichtet wird und man immer das Gefühl von erdverbundener Unterhaltung hat – trotz des phantastischen Themas. Ein Dank an das gute Drehbuch. Auf DVD 16:9. Des weiteren mit Gary Sinise, Anthony Edwards, Dominic West u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin