Im Schloss von Richard Daninsky soll ein Dokumentarfilm über paranormale, ungelöste Ereignisse abgedreht werden. Der smarte Richard weiß dann auch prompt die Geschichte seines Vorfahren Waldemar zu erzählen, der durch einen Fluch der bitter-bösen Elizabeth Bathory zum Werwolf wurde. Und siehe da: Die Bathory ist auch heute noch quicklebendig und setzt alles daran, den guten Waldemar zum Leben zu erwecken...
Nun ja, es hätte wirklich was werden können: Paul Naschy (= Jacinto Molina) in seiner Lieblingsrolle als Waldemar „El Hombre Lobo“ Daninsky im Dauer-Clinch mit der Hexe Bathory (vgl. „Die Nacht der Vampire“ etc.) und das Ganze als US-Produktion. Doch in den Händen von Viel- und Alles-Filmer Fred Olen Ray, der auch für das Drehbuch verantwortlich war (als Sherman Scott), ist daraus nur ein bescheidenes Direct-to-Video-Filmchen geworden, das eindeutig unter der billigen Optik, den noch billigeren digitalen Trickeffekten und der noch mehr auf Sex getrimmten Handlung leidet. Das Gespür für die alten spanischen Naschy-Vehikel war zwar da, doch alles andere stand wohl einer besseren Umsetzung im Wege, zumal sich der eigentlich in Würde alt gewordene Mime hier noch einmal mächtig ins Zeug legt und gegen die jungen Mit-Darsteller aufspielt wie ein Richtiger. Irgendwie wirklich jammerschade. Die Code-1-DVD ist Vollbild. Des weiteren mit Kennedy Johnston, Jay Richardson, Michelle Bauer u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin