England, 1780. Sir Richard Fordyke kehrt mit seiner zweiten Frau, Lady Elizabeth, zurück auf den Landsitz seiner Familie, den er vor Jahren, als seine erste Frau durch Selbstmord starb, verließ. Man begegnet ihm mit Argwohn, denn erst vor kurzem ist ein Dienstmädchen ermordet worden, die vor dem Tode Sir Richards Namen rief. Als Sir Richard immer wieder starken Stimmungsschwankungen zu unterworfen scheint und des Nachts den Geist seiner ersten Frau zu sehen glaubt, nimmt jedermann an, dass ihn der Wahnsinn gepackt hat...
Angestaubt und naiv – so wäre kurzum der Gesamteindruck von diesem britischen Gruseler aus dem Jahre 1964 auf einen Nenner zu bringen. Vom Inhalt her, der aufmerksamen Beobachtern des Genres nicht gerade fremd vorkommen dürfte, kann man das Ganze auch als "Edgar Wallace im Feudalismus" umschreiben, denn wie die Auflösung aussieht, ahnt man schon früh. Einzig und allein die prachtvollen Sets wissen zu begeistern und zeugen davon, dass guter Gothic-Horror (fast) immer nur eine Sache der Briten gewesen ist. Die deutsche Fassung, die auch mit dem Alternativtitel "Die schwarze Plage" hausieren geht, deckt die anfangs gezeigte Vergewaltigung des Dienstmädchens kurzerhand durch eine Schrifttafel ab, die da besagt, dass jeder Zuschauer, der das Ende der Geschichte verrät, mit einem Fluch belegt wird. Na, toll! Mit Heather Sears, Ann Lynn, John Turner, Joseph Tomelty u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin