Laura (im Original: Emanuelle), eine sensationsgierige Journalistin, recherchiert in einem Fall von Kannibalsismus in einem New Yorker Krankenhaus. Sie schließt sich daraufhin der Expedition unter der Leitung des Professor Mark Lester an, die sich zum Amazonas zu den „letzten Kannibalen“ aufmacht. Im Verlauf der sattsam bekannten Handlung werden fast alle Protagonisten gefangen, gepfählt oder gefressen. Nur Laura gelingt die Flucht aus der grünen Hölle…
Diese krude (S)Exploitation-Mischung ist mit drittklassigen Darstellern besetzt, die bisher ihre Brötchen mit Sexfilmen verdient haben. Bei Aristide Massaccesi (alias Joe D’Amato) verhält es sich ja bekanntermaßen ähnlich. So ist es kein Wunder, daß die Hälfte der Handlung mit dilettantischem Getummel und -fummel in miesen Sets vergeudet wird. Die schlampig gemachten Spezialeffekte können einem danach nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen. Als Genrebeitrag ist „Nackt unter Kannibalen“ inhaltlich und filmisch eine Bombe. Die deutsche Fassung ist cut. Auf Video letterboxed (1,77:1). Mit Laura Gemser, Susan Scott, Gabriele Tinti, Donald O’Brien u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin