Patrick Highsmith(!), ein junger Drehbuchautor aus Hollywood, nimmt wegen chronischen Geldmangels die attraktive Holly als Untermieterin auf. Natürlich verliebt sich Patrick in Holly, natürlich scheint die Angebetete in den grausamen Mord an ihrer Mutter verstrickt zu sein. Doch Holly behauptet steif und fest, eine Art Doppelgängerin zu haben. Die Sache wird immer mysteriöser, als auf Hollys Bruder ein Mordanschlag verübt wird…
Sieh mal einer an: Donald P. Borchers, der uns den unsagbar blöden „Die phantastische Geisternacht“ beschert hat, probiert sich hier als Produzent und hat damit einem Film auf die Beine geholfen, der eine nette Ausnahme im immer noch stagnierenden Horrorgenre bildet. „Mask of Murder 2“ (welch ein unsinnger deutscher Titel!) entwickelt sich von einem anfänglichen Psychothriller mit einer brillanten, argentoesken Eingangssequenz zu einer voller F/X steckenden Phantasmagorie, die den Zuschauer in ein halboffenes, mit vielen Fragen übersätes Ende entläßt. Avi Nasher hat es dabei gut verstanden, die Bilder sorgsam zu komponieren, die Farben optimal einzusetzen und den Darstellern relativ viel Raum zur Entfaltung zu bieten. So wird sein Film zu einer formal lockeren, inhaltlich sehr spannenden Fingerübung in Sachen „heute verwirren wir den Zuschauer“. Eine Augenweide für die Voyeure unter uns dürfte die den Kinderschuhen entwachsene Drew Barrymore („Der Feuerteufel“) sein, die in „Mask of Murder 2“ streckenweise sehr lasziv aufspielt. Des weiteren mit George Neweburn,
© Selbstverlag Frank Trebbin