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Im Kindesalter bekommen Michael und George von ihrem durchgeknallten Onkel zwei antike Amulette geschenkt, bevor der psychopathische Massenmörder von der Polizei im Vorgarten erschossen wird. Zwanzig Jahre später erwecken die beiden das ausgebuddelte Gehirn seiner Leiche wieder, denn zum Glück hat sie ihr Onkel in schwarzer Magie unterrichtet. Zusammen verfolgen sie das Ziel, die alte Göttin Scheetar nach fünf Millionen Jahren wieder zu erwecken, um deren Blutkult zu frönen. Was sie dazu brauchen ist einfach: jede Menge junger Frauen, die sie in ihrem ansonsten vegetarischen Burger-Restaurant von der Kundschaft abzwacken. Sicher kommt das einigen bekannt vor, offensichtlich legt das Drehbuch von Michael Sonje eine Hommage an H.G. Lewis Ursplatter "Blood Feast" hin und persifliert diesen rund zwanzig Jahre später. Ursprünglich war dieser Low-Budget-Streifen als Sequel geplant, während Lewis ein tatsächliches kürzlich selbst ablegte. Viele abstruse Ideen machen sich breit, nicht nur, dass die Vegetarier unwissentlich auf die Menschenburger abfahren, sondern auch ein Massaker an nackten Aerobictänzerinnen eines als Ronald Reagan verkleideten Killers kann amüsieren. In der Umsetzung ist "Blood Diner" mit der komödienhaften Ausrichtung und dem Zusammenstückeln der Göttin dem drei Jahre später gedrehten "Frankenhooker" näher, als Lewis Werk. Ebenso trashig und comichaft, dafür vielleicht etwas spritziger kommt diese makabere und ebenfalls teils alberne Film daher. In der zweiten Hälfte steigert Jackie Kong zum Glück das Tempo und zelebriert eine wilde Reinkarnationsparty mit Gästen, die durch Drogen zu Zombies mutieren und einer Gruppe Hitler-Klone, die als Psychobilly-Band auftreten. Den ganzen Film über gibt es immer wieder diverse blutige Szenen, mehr als bei "Frankenhooker" auf jeden Fall, richtige Splatter-FX jedoch nur vereinzelt. Meist liegen irgendwelche Körperteile herum und dienen schwarzhumorigen Witzchen, die manchmal in pubertäre Platitüden abgleiten. Dafür geizt die Regisseurin nicht mit nackten Tatsachen und jeder Menge Rock'n'Roll im Vorder- und Hintergrund. In der Art, wie die amerikanischen Werte parodiert werden, erinnert es entfernt auch an "Mit Motorsägen Spaßt Man Nicht". Die Hauptdarsteller sind für Nobodys innerhalb des B-Genres passabel. Wer trashigen Funsplatter ohne hektoliterweise Blut mag, kann auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Fazit: Comichafte Parodie auf "Bloodfeast", die wie von Frank Henelotter scheint. Nichts für ernste Gemüter, sondern eindeutig für die Partyfraktion. 6/10 Punkten

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