Der Spiegel in einem leerstehenden Haus birgt das absolut Böse in sich. Als die Psychiaterin Mrs. Gordon mit ihrer eigenbrödlerischen Tochter Megan in das Haus einzieht, fühlt sich Megan sofort zu den Mächten des Bösen hingezogen. Unterstützt von der Kraft des Spiegels verwandelt sich Megan in eine mordende Furie, die auch vor ihrer Mutter keinen Halt kennt.
Marina Sargentis Film ist inhaltlich eindeutig von Brian de Palmas „Carrie“ beeinflußt und formal ein Splatterfest kleineren Ausmaßes. „Mirror Mirror“ bewegt sich zwar im üblichen Teenager-College-Milieu, kann aber aufgrund des Verzichts auf allzu platte Witze und stereotype Situationen einige der extrem dummen Vertreter dieses Subgenres hinter sich lassen. Die F/X werden gut gemanagt und sind stellenweise schön blutig, was man auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Doch schon wie bei „Slumber Party Massacre“ zeigt sich hier schnell, daß auch eine Regisseurin ebenso den Regeln des Genres verschrieben ist, wie ihre männlichen Kollegen. Die deutsche Fassung von „Mirror Mirror“ ist leicht geschnitten (ca. 5 Sekunden). Mit Karen Black, Yvonne de Carlo, William Sanderson, Kristin Datillo u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin