Franks Bewertung

starstarstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Christopher und Jean, ein junges Pärchen, kommen nach Mykonos, um dort außerhalb der Touristensaison eine schöne Zeit zu verleben. Schöne Zeit heißt für die beiden, daß sie sich Opfer suchen, die zuerst sexuell mißbraucht oder erniedrigt und dann umgebracht werden. Das Ganze geht so lange gut, bis sich Jean in einen sodomistischen Schäfer verliebt und diesen ’rumbekommt, Christopher zu beseitigen.

Nico Mastorakis‘ bereits 1975 entstandener Psychothriller ist eines der perfidesten Machwerke europäischen Kinos. Inhaltlich wurde der damals zumeist bürgerliche Zuschauer mit einer üblen Melange aus Inzest, Sodomie und Wahnsinn konfrontiert, die soviel Schockpotential beinhaltet, daß man daraus gut und gerne vier Filme drehen könnte. Technisch ist das Ganze zwar sehr einfach und schnörkellos gehalten, doch stört einen das bei solchen Klassikern wie z.B. „Mondo Brutale“, an den man sich unweigerlich erinnert fühlt, ja auch nicht. Zudem erhält der Film zumindest inhaltlich einen gewissen Snuff-Touch, weil Christopher und Jean ihre Opfer im Todeskampf fotografieren, um sich danach an den Bildern zu delektieren. Das alles ist schon ganz schön pervers, und in Verbindung mit den graphischen Morden sowie den offenen Beischlafszenen kann das Ergebnis nur wie folgt lauten: „Die Teuflischen der Insel“ ist ein mieses Stück Exploitationkino, gerade so schlecht, daß man noch nicht wegschaut, und gerade so gut, daß man den eigenen Ekel am Gezeigten faszinierend findet. Alternativtitel: „Die Teuflischen von Mykonos“. Mit Bob Belling, Jean Ryall, Jessica Dublin, Janice McConnel u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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