Möchtegern-Schauspieler Julian Lewis fährt mit Jade und Carlos, zwei drogenumnebelten Freunden, raus auf den Landsitz seiner Familie außerhalb Londons. Weil Jade und Carlos das Landleben arg langweilig finden, mischen sie einen Pub mit allerlei Sex und Drogen auf. Als dabei Farmerstochter Samantha mit Angeldust vollgepumpt wird und auskreist, greift die Dorfbevölkerung zu den Waffen und belagert das Lewis’sche Anwesen…
Glaubt man der Titeleinblendung zum Beginn, so hat man es hier mit einem True-Crime-Film zu tun. Sieht man sich „Trip zur Hölle“ jedoch unvoreingenommen an, so entdeckt man erstaunliche Parallelen zu Sam Peckinpahs „Wer Gewalt sät“ und dem Hippie-Gore-Knaller „Die Tollwütigen“. Und, ist das nun schlimm? Mitnichten, denn damit ist „Trip zur Hölle“ ein völlig abgefahrenes Shot-on-Video-Filmchen geworden, das innerhalb seiner semi-professionellen Herkunft seinesgleichen sucht. Die Action- und Horrorszenen sind recht gut inszeniert und selbst mit den etwas überdrehten Darstellern kann man gut leben. Und wenn man dann noch bedenkt, daß hier irgendwie alle Jetzt-lassen-wir-mal-die-Kassen-klingeln-Themen wie Sex, Drogen, Gewalt und Backwoods-Kretinismus abgehandelt werden, so könnte man „Trip zur Hölle“ auch als „Mondo Brutale“-Ziehsohn betrachten. Bitte mehr davon, Mr. Mason. Alternativtitel: „Dust“ und „Ein Trip zur Hölle“. Auf DVD 16:9. Mit Gerard Rudolf, Nadja Brand, John Ashley Cole, Jodie Shaw u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin