Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Unheimliche Morde an einem Londoner College beschäftigen die Polizei. Hauptverdächtigter ist der junge Lehrer Enrico Roseni, der an besagter Schule unterrichtet. Herta, die Frau von Enrico, glaubt an dessen Unschuld und sucht den Täter auf eigene Faust. Ihr zur Seite steht Inspektor Barth von Scotland Yard, der hinter den Taten einen Wahnsinnigen vermutet, denn die Opfer wurden alle grausam im Genitalbereich zerstümmelt…

Dies ist der Abgesang der berühmten Edgar-Wallace-Reihe und gleichzeitig das Einläuten einer neuen Stilrichtung im deutschen Kriminalfilm: Der Giallo-Streifen hält auch hierzulande Einzug. Massimo Dallamano hat bewußt auf alle solche Versatzstücke verzichtet, welche die bislang erfolgreichste hiesige Filmreihe so hübsch gruselig gemacht haben: wehende Vorhänge, knarrende Türen, skurrile Figuren und mindestens ein halbes Dutzend Verdächtige. Jetzt konzentriert sich der Plot, der durch seine Auflösung in den Sleaze-Bereich fällt, auf nur wenige Personen und das auch noch sehr ungenau. Kameramann Aristide Massaccesi (alias Joe D’Amato) schwelgt in ruhigen, fast teilnahmslosen Bildern, die man so noch nicht einmal aus seinen eigenen Filmen kennt. Durch die in der OF sichtbaren Details der kruden Morde (Messer werden in die Geschlechtsteile der Opfer gerammt) wird der Film zum echten „Sickie“. Die deutsche Fassung ist dabei erheblich gekürzt. Im TV letterboxed (1,77:1). Mit Fabio Testi, Karin Baal, Joachim Fuchsberger, Christine Galbo u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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